Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Elsi

Elsi

Geburtsdatum: September 2012

Rasse: Chihuahua

Herkunft: Linares

Kastrationsstatus: kastriert

Ob Elsi weiß wie Geborgenheit aussieht das bezweifeln wir, aber wie es in einer Hundehölle ist, das weiß sie ganz sicher! Der kleine Chihuahua ist ein ausrangierter Zuchthund aus Spanien, der letztendlich in einer Tötungsstation sterben sollte.

Durch die Schließung eines sogenannten „Hundeladens“ kamen einige erwachsene, meist Rassehunde in die Tötungsstation; sie hatten ihren Zweck erfüllt, haben ausgedient, denn keiner will in Spanien einen „gebrauchten“ Hund.

Wir haben diese entsorgten Seelchen durch ein „Ticket aus der Hölle“ retten können und bemühen uns nun, dass wir diesen, dem Tode entronnenen Hündchen, eine schöne, endlich sorgenfreie Zukunft bei liebevollen Hundefans schenken können, die eben keinen Welpen wollen und nicht auf die dreckige Mitleidsmasche der meist illegalen Verkäufer reinfallen.

Einer dieser Hunde ist unsere Elsi. In ihrem Impfausweis steht, sie wäre im September 2012 geboren! Mit 27 cm bei 4 kg ist sie nicht ganz so winzig und krank gezüchtet wie so manch anderer Vertreter dieser Rasse. Der arme Wurm hat verständlicherweise Angst, ist total unterwürfig, er kann einfach nicht verstehen, was da gerade mit ihm alles passiert. Elsi ist unendlich traurig, aber es gibt einen Lichtblick am Horizont, das Hoffen auf eine Familie in Deutschland. Bis sie aber alle nötigen EU-Reisebestimmungen durchlaufen hat, muss sie in der Auffangstation noch ausharren.

Die kleine Maus ist zurückhaltend, aber möchte uns Menschen schon gefallen und bemüht sich nach allen Regeln der Kunst alles richtig zu machen. Hoffnungsvoll guckt sie in die Welt, sie ahnt ja noch nicht, dass sich ihr Leben bald gravierend ändern wird, wenn sie ihre Reise nach Deutschland antreten darf und ihr Geburtsland für immer verlassen wird. Elsi ist ein Hund der leisen Töne, sie lässt alles geduldig und widerstandslos über sich ergehen, zeigt keinerlei Aggressionen, selbst in Stresssituationen ist sie ergeben. Wir haben uns gewundert, dass fast bei allen dieser kleinen Chihuahuas ein Stückchen von der Zunge aus dem Mäulchen hervorspitzt. Bei einem Hund könnte man das ja evtl. noch nachvollziehen, aber gleich bei 5 Stück?? Meist kennt man das Phänomen bei ganz alten Hunden, die keine Zähne mehr haben. Aber altersmäßig kann das hier wohl kaum zutreffen, Elsi ist ja erst 6 Jahre alt. Aber jetzt wissen wir des Rätsels Lösung: Wenn Hunde über lange Zeit auf kleinstem Raum in Käfigen eingesperrt sind, beißen sie verzweifelt an den Gittern herum, in der Hoffnung, diese so zu überwinden und flüchten zu können. Elsis Hoffnung auf Freiheit hatte sich leider nicht erfüllt, dafür sind fast alle Zähnchen abgewetzt oder ruiniert worden. Der Gedanke, was ein jeder dieser Hunde durchgemacht hat ist kaum zu ertragen und macht uns wütend. Wie kann man mit einem hochsozialen, menschenbezogenen Lebewesen derart herzlos umgehen?

Wir suchen für unsere Elsi nun die wahren Hundefreunde, die Chifans, die eben keinen Welpen suchen sondern einen, der schon ganz unten war und es immer noch ist. Wir suchen Menschen, die ihr Herz am rechten Fleck haben, die geduldig sind und ihr die Zeit geben, die neue Welt in aller Ruhe zu entdecken. Elsi soll niemals mehr Gitter vor ihrer Nase haben. Stattdessen wünschen wir uns ein tolles Verwöhnprogramm und natürlich ein Sofaplätzchen, wo sie Geborgenheit erfährt und sich ganz eng an ihre Retter ankuscheln kann.

Möchten Sie Elsi eine Chance auf ein sorgenfreies, schönes, geborgenes Leben geben? Dann melden Sie sich bei uns, die kleine, mit Artgenossen verträgliche, vom Leben bisher bitter enttäusche Zuckerschnute würde sich unendlich freuen, wenn sie geliebt wird. Das Weihnachtsfest könnte unser Zwerg schon im Kreise seiner Lieben erleben, wenn SIE es wollen!? Bei Ankunft in Deutschland ist die Kleine kompl. durchgeimpft, kastriert und hat natürlich einen Mittelmeertest im Gepäck.

 Der Welpenhandel boomt weltweit, denn kaum einer kann einem sooo süßen Hundebaby widerstehen. Und billig in der „Produktion“ muss ein Welpe sein, dann kann man als unseriöser (Hinterhof)Züchter damit richtig gutes Geld verdienen. Doch kaum einer fragt beim Anblick der vielen putzigen Hundekinder nach den Elterntieren. Diese bleiben versteckt im Verborgenen und leiden still. Und so werden diese Qualzuchten niemals ein Ende nehmen, solange die Menschheit nicht umdenkt.


Kontakt:

Andrea Horn  

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