Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Rudi

Rudi

Geburtsdatum: Juni 2016

Rasse: Mischling

Herkunft: Ubeda

Kastrationsstatus: kastriert

Manch einer behauptet, dass der Auslandtierschutz keinen Sinn macht. Man kann nicht alle Hunde retten und die Anzahl, die gerettet werden konnten, kommt multipliziert einige Wochen später wieder neu ins Tierheim. Dem stimme ich zu. Es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, die Nadel im Heuhaufen. Auf die Gesamtsumme betrachtet, macht es keinen Unterschied. Doch für die wenigen Hunde, die Glück haben und denen geholfen werden kann, genau für die macht es einen Unterschied. Es kann ihr ganzes Leben verändern, vielmehr, ihr Leben retten. Genau diese wenigen Hunde sind es, denen wir die Chance geben möchten, ein neues Leben beginnen zu dürfen. Es ist nicht immer einfach und für viele wird der Traum dennoch nie in Erfüllung gehen, doch es ist eine Chance, die letzte Chance. Alle Hunde tragen das gleiche Schicksal mit sich. Sie hatten eine Familie, ein Zuhause, in denen es ihnen nicht unbedingt schlecht ergangen sein muss. Sie wurden ausgesetzt, angebunden oder einfach sich selbst überlassen. Viele von ihnen wurden sicherlich auch geschlagen, gequält oder nicht artgerecht gehalten. Dinge, die für jedes Land zutreffen könnten. Eines haben diese Hunde alle gemeinsam: Sie sitzen alle im Tierheim von Ubeda/Südspanien mit dem Traum, endlich ein Ticket in die Freiheit zu ergattern, endlich eine neue eigene Familie zu finden, endlich zu leben.

Rudi, der ca. Ende Juni 2016 geboren und 40 cm groß ist, hatte leider keine schöne Vergangenheit. Er lebte bei einem Mann mit einem Alkoholproblem in sehr üblen Verhältnissen. Als es Tierschützern gelang, Rudi dort raus zu holen, wurde es dem bildhübschen Kerl alles zu viel. Im Tierheim angekommen begann er sich aufzugeben, wollte nicht fressen, sich nicht anfassen lassen und wehrte sich mit beißen dagegen. Kein Wunder. Wir wissen nicht genau, was Rudi dort erlebt hat, aber schöne Dinge müssen es nicht gewesen sein. Ganz langsam fängt Rudi nun an Vertrauen zu fassen, oder besser gesagt, die Nähe der Menschen ertragen zu können. Er ist ein sehr ängstlicher und misstrauischer Hund, hektische Bewegungen und ungewohnte Situationen bringen ihn immer wieder dazu seine Zähne einzusetzen. Die anderen Hunde im Tierheim helfen ihm ein wenig zu erkennen, dass das alte Leben nun vergangen ist und ein neues beginnen kann. Deshalb suchen wir Menschen, die wissen, wie man mit so einem Hund umgehen muss und das richtige Maß an Gelassenheit, Selbstvertrauen und Geduld mitbringen. Rudi einfach nur ankommen und erst mal in Ruhe lassen, ihn „von sich aus kommen lassen“ ist nicht der Schlüssel zur Lösung, denn es gehört auch dazu, den Hund mal über den Tellerrand schauen zu lassen, damit Rudi erkennen kann, welche Welt dort auf ihn warten könnte. Rudi könnte beim nächsten Transport komplett geimpft, gechipt, kastriert und auf Mittelmeerkrankheiten getestet nach Deutschland reisen.


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