Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Annika

Annika

Geburtsdatum: Oktober 2021

Rasse: Epagneul Breton

Herkunft: Linares

Kastrationsstatus: kastriert

 

Auf Pflegestelle in Rot an der Rot/Baden-Württemberg!

„Schüchternheit ist ein Fehler, den man nicht tadeln darf, wenn man ihn heilen will.“
(François de La Rochefoucauld, 1613 - 1680)

Warum redet der Mensch von Wärme, und ist selbst doch so kaltherzig? Warum redet er von Gefühlen, wenn er doch selbst gar nichts fühlt? Warum redet er von Ehrfurcht, Treue und Menschlichkeit, wenn er das Leben neben sich nur mit Füßen tritt? Wenn in Spanien Ende Februar die Jagdsaison zu Ende geht verlieren jedes Jahr abertausende Jagdhunde ihre Daseinsberechtigung, und das in jeder Region des Landes. Spanien ist das einzige Land in der EU, in dem die Jagd mit Jagdhunden noch erlaubt ist. Sie werden nur zu diesem Nutzen angeschafft, ein Instrument, nichts weiter. Verlieren sie ihren Nutzen, indem sie nicht den erwünschten Jagderfolg bringen, langsamer oder älter werden, ggf. tierärztliche Hilfe bräuchten, werden sie gnadenlos aussortiert, denn ein nutzloses Tier will man nicht weiter durchfüttern. Sie werden hilflos ausgesetzt oder zu Tode gequält, eine stet wiederholende stille Tragödie, die man seitens der Jägerschaft mit Tradition als Absolution rechtfertigt. Jedes Jahr wieder füllen sich im Frühjahr erneut bis zum zerbersten Tierheime und Tötungen, die sogenannten Perreras, mit ausgesetzten, verletzten, kranken oder von ihrem Herren direkt abgegebenen Hunden jeglicher Jagdhunderassen. Ebenfalls jedes Jahr wieder kämpfen Tierschützer im eigenen sowie im Ausland gegen Windmühlen, und natürlich um das Überleben all dieser armen Seelen, denn vor dem Gesetz gilt der Jagdhund als „Nutztier“ und wird somit nicht geschützt…

Es geht um Leben - um Leben wie das von unserem zauberhaften Bretonen Mädel Annika, das in ihrem so kurzem Leben von gerade mal 2 Jahren (geb. ca, Oktober 2021) bisher noch nichts Gutes erfahren durfte. Sicher einst lieblos geboren und wie leider üblich verwahrt in einem Massenverschlag, der sogenannten Rehala. Eingesperrt, weit ab von dieser Welt, miserabel versorgt, nur als Werkzeug benutzt, und als nicht mehr brauchbar als „Ausschuss“ pünktlich am Ende der Jagdsaison in der Tötung entsorgt. Annika war wie so viele andere auch für ihren Menschen nur ein Gebrauchsgegenstand, obwohl es sich bei dem Epagneul Breton eigentlich um eine richtig wundervolle Hunderasse handelt und um tolle Familienhunde noch obendrein. Gott sei Dank konnten wir Annika’s wertvolles Leben dank der Mithilfe lieber Menschen noch rechtzeitig retten und sie Anfang März diesen Jahres in Sicherheit in unsere Auffangstation Linares/Südspanien bringen. Hier wurde das von Haus aus verständlicherweise noch recht scheue, zurückhaltende, jedoch sehr liebenswerte Mädel mit ihrer Schulterhöhe von 45 cm bei inzwischen 13 kg gepäppelt und auf ihre Ausreise vorbereitet. Denn wir wünschen uns natürlich auch für dieses gerettete Leben nichts sehnlicher, als dass es endlich erfahren darf, wie wahre Geborgenheit und menschliche Wärme überhaupt aussehen. So wurde Herzchen Annika komplett geimpft und kastriert, erhielt einen Chip und bekam negativ auf Mittelmeerkrankheiten getestet ihren eigenen Pass in die Pfötchen gedrückt. Hier in Deutschland wartete bereits eine liebe Pflegefamilie auf das bildhübsche Mädel, welche ihr nun den Weg für ihr eigenes Hundeglück ebnen wird. Annika hatte bei ihrer Rettung einen Nickhautvorfall in beiden Augen. Dieser wurde selbstverständlich ebenfalls vor Ausreise von unserem Tierarzt vor Ort operativ gerichtet. Die Nachsorge übernahm hierzulande ihre Pflegemama, so dass auch dies abgeschlossen werden konnte und der Suche nach einem eigenen Zuhause in einer liebevollen Familie nun nichts mehr im Wege steht.

Unsere Hübsche ist ein sehr schüchternes Hundemädel, welche das Leben in einem beschützenden Haus und eine liebende Hand zuvor nie kennenlernen durfte. Annika hat manchmal noch Bedenken ins Haus zu kommen, muss dann in ihrer Skepsis abgeholt werden, sie ist ein Hund der leisen Töne mit wenig Selbstvertrauen, verhält sich dementsprechend ihren Menschen gegenüber sehr unterwürfig und hat noch einwenig Probleme menschliche Nähe auszuhalten, kann diese noch nicht so wirklich genießen, möchte aber so gerne und zeigt gute Ansätze. Unser zartes Mädchen macht mithilfe des vorhandenen Rudels in ihrer Pflegefamilie bereits gute Fortschritte, welches ihr zeigt, dass man gar keine Angst mehr haben muss. So taut sie immer mehr auf, genießt nun das Leben im Haus, hört schon ganz gut auf ihren Namen wenn man sie ruft, hat derweil auch das Sofa für sich entdeckt, auf dem sie mit den anderen Artgenossen schon selig kuschelt, lässt sich nun von ihren Menschen behutsam streicheln und auch problemlos anleinen, ist rasseentsprechend schlau und lernt rasch, man sieht sie schon hin und wieder zaghaft lachen wenn sie mit den anderen durch den Garten flitzt, und natürlich schaut sich Annika zwischenzeitlich auch von ihnen schon so einigen Unfug ab. Ihre Pflegemama schwärmt als Bretonenfan nur so und sagt: „Annika ist ein Bretonenmädel einfach zum verlieben, manchmal noch etwas schreckhaft und schüchtern, aber sehr sanftmütig, nur liebenswert und sie lernt in Windeseile“.

Natürlich muss das zauberhafte Mädel noch vieles kennen- und erlernen, durfte sie dies in ihrem traurigen Vorleben bisher doch nie. Daher suchen wir für unser bezauberndes Herzchen erfahrene Fans mit viel Einfühlungsvermögen und bereits vorhandenem souveränen Hundekumpel, an dem sich Herzblatt Annika orientieren, wo sie sich behütet weiterentwickeln darf und man ihr Step by Step die Wunder unserer Erde zeigt. Wir suchen Menschen mit ebenso weichem Gemüt und viel Liebe im Herzen, die verständnisvoll und geduldig sind, welche ausschließlich mit sanften Erziehungsmethoden und positiver Bestärkung arbeiten. Nur so wird man ihre Schüchternheit als Fehler aufgrund einer traurigen Ursache heilen können und Annika’s zukünftiger Fels in der Brandung werden. Dazu ein naturnahes, ruhiges Zuhause mit hundesicher eingezäuntem Garten, in dem unsere Hübsche unbeschwert auch mal ohne Leine flitzen und powern kann. Auch wenn unsere Annika mit Sicherheit liebevoll im Umgang mit Kindern wäre, so wäre dies noch viel zu laut und turbulent für sie, wofür wir um Verständnis bitten. Wir suchen aktive Menschen, denen bewusst ist, dass Annika neben ausreichend Bewegung auch genügend Kopfarbeit benötigt, denn der Breton gehört als Jagdhund zu den ausgeprägten „Will-to-please“ Hunderassen. Wer einmal einen Breton sein Eigen nennen durfte, weis wie besonders diese tolle Hunderasse ist. Ursprünglich stammt er aus dem Herzen der Bretagne und gehört zu den Vorstehhunden. Er ist schlau, hoch motiviert, ein kleiner Allrounder der für sämtliche Hundesportarten zu begeistern ist. Eine durchweg umgängliche, menschenfreundliche und äußerst liebenswerte Hunderasse mit sanften Wesen. Der Breton gilt als leichtführig, sensibel, mit anderen Hunden verträglich, etwas stur aber sehr intelligent, ein Perfektionist unter den Hunderassen. Mit ausreichend Beschäftigung und entsprechender Bewegung hat man einen absolut liebevollen Freund an seiner Seite. Nicht umsonst gibt es Sprüche wie: „Epagneul Breton - Official Dog of the coolest people on Earth“. Eine Vermittlung in die Stadt, in Mietswohnungen ohne Gartenanschluss oder zum jagdlichen Gebrauch kommt für uns nicht infrage. Welch liebevollen Händen dürfen wir diesen wunderhübschen Rohdiamant namens Annika anvertrauen?


Kontakt:

Jeannette Bech

Email: Jeannette.Bech@hunde-ohne-lobby.de

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