Franz von Assisi Hundenothilfe e.V.
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Delia

Delia

Geburtsdatum: Mai 2014

Rasse: Dackel

Herkunft: Linares

Kastrationsstatus: kastriert

Die Abgründe der Menschheit kennt kaum eine Grenze, wenn es darum geht, sich mit dem Leid anderer Geschöpfe zu bereichern. Habgier und Profitsucht liegen in ihrer Natur, sind jedoch keinesfalls eine Entschuldigung dafür, dass wehrlose Lebewesen ausgebeutet, und wenn nicht mehr gut genug wie Müll entsorgt werden. Bei unseren Rettungen treffen wir immer wieder auf ganz arme Seelchen, deren Vergangenheit mehr als nur offensichtlich ist. Klein Delia ist ein reinrassiges, zuckersüßes Dackelmädchen, das mit ihren 7 Jahren (geb. ca. Mai 2014) unübersehbar zur Nachzucht missbraucht wurde. Es geht um Rassehunde, die in Zuchtfabriken, bei gewissenlosen Hundevermehrern landen und dort jahrelang, oft bis zum bitteren Ende als Mittel zum Zweck dienen. Ein dreckiges Geschäft mit Leben, wo einzig und allein der Absatz zählt. Niemand schaut hinter die Kulissen, nach den Elterntieren, die nur zur Zucht gehalten werden. Welche allzu oft ein einsames, tristes Leben, nur Mittel zum Zweck um Welpen zu produzieren leben, denn das ist den meisten leider egal. Sie werden unter unwürdigen Bedingungen gehalten, fristen ihr Dasein in dunklen Verschlägen oder Käfigen, kommen so gut wie nie ins Freie oder spüren eine liebende Hand. Wir haben keine Welpen anzubieten, jedoch das, was in solchen Fällen im Verborgenen liegt – die Mütter und Väter. Was für ein trauriges Leben musste Delia vermutlich leben, und welch schrecklichem Ende sah sie ins Auge, und das nur, weil der Mensch so grauenvoll maßlos ist...

Wir haben die kleine Maus in einer spanischen Perrera gefunden, wo sie von ihrem Vermehrer zum Töten abgegeben wurde. Der Grund ist auch bekannt. Delia hatte Steine im Harnleiter und man wollte sich die Tierarztkosten ersparen. Wozu auch dafür Geld ausgeben, wenn man sich billiger von unnützem Leben trennen kann und für Nachschub längst gesorgt ist. Uns treibt es hier jedes Mal wieder die Tränen in die Augen, denn die armen Würmchen haben noch nie in ihrem ganzen Dasein etwas gehabt und sollen dann so grausam auch noch das Einzige verlieren, was sie jemals besaßen - ihr Leben. Wir glauben kaum, dass es Delia bei ihrem Besitzer tatsächlich gut ging, denn sonst hätte er nicht so entschieden. Sie kennen allzu oft kein warmes Bettchen, haben meist nie das Gras unter ihren Pfötchen gespürt oder durften glücklich in einem Menschenarm liegen, haben somit auch nie die Geborgenheit und Liebe der Menschen erfahren dürfen. Dank der Mithilfe lieber Tierfreunde haben wir Delia dank eines „Ticket aus der Hölle“ in Sicherheit in unsere Auffangstation Linares/Südspanien bringen lassen können, wo sie selbstverständlich längst operiert wurde, nun liebevoll behandelt und auf ihre Ausreise vorbereitet wird. Da Harnsteine stets etwas mit der Ernährung zu tun haben, erhält Delia natürlich nun Diätfutter um eine Neubildung zu verhindern. Völlig erstarrt schaut die kleine Maus in die Kamera, kaum in der Lage vor Angst wirklich zu stehen. Wie können wir ihr das auch verdenken, denn wir wissen nicht, was ihr alles passiert ist. Der Schreck sitzt ihr tief in den Gliedern und so scheu wie Delia sich verhält, scheint sie im Leben tatsächlich nichts von der wundervollen Welt kennengelernt zu haben. Das arme Schätzchen kennt wie erwartet keine Leine, keine Spaziergänge, kein Leben im Haus. Alles ist fremd und viel zu überwältigend für Angstnäschen Delia. Unsere Auffangstation ist hier leider nicht der richtige Ort, um wenigstens erstmal Vertrauen zu der Spezies Mensch zu finden. Daher stellte sich eine liebe spanische Pflegemama zur Verfügung, wo Delia Step by Step und ganz langsam Vertrauen finden und das für uns "normale" Leben zumindest schon mal beschnuppern darf. Delia hat eine Schulterhöhe von ca. 22 cm bei 6 kg. Laut unserer Freunde vor Ort zeigt sie einen guten Charakter, wird als lieb beschrieben und mit Artgenossen verträglich. Mehr kann man allerdings noch nicht zu ihr sagen. Delia wird nun auf ihre Ausreise vorbereitet, so dass sie selbstverständlich gechipt, vollständig geimpft und kastriert in Deutschland ankommen würde. Ihre Laborergebnisse liegen uns bereits vor, die nun unauffällig sind und auch ihr Check auf Mittelmeerkrankheiten verlief negativ.  

Für unser schüchternes Zwergenmädel suchen wir eine ganz liebevolle, hundeerfahrene Familie die sich mit kleinen Angstnäschen nebst Sicherung bestens auskennt und Verständnis für Delia's Vergangenheit hat. Wir suchen echte Dackelfans mit dem Herz genau am rechten Fleck nebst bereits vorhandenem, netten Vierbeiner ihrer Art als Bedingung, welche mit Geduld und Hingabe Delia zeigen werden, wie wundervoll das Leben außerhalb der bisherigen Begrenzung sein kann. Welche die wissen, wie wunderschön jeder kleine Schritt in Richtung Leben ist und Delia darin bestärken werden. Delia weiß nicht wie es ist Vertrauen finden zu dürfen oder die Wärme und Geborgenheit ihrer Menschen zu spüren, hier braucht das arme Schätzchen kompetente 2- und 4-beinige Hilfe. Dazu benötigt Delia ein ruhiges, reizarmes Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten, wo man das Mädel behutsam an all die neuen Eindrücke die auf sie einstürmen werden heranführen kann. Delia ist keinesfalls ein Hund für die Stadt oder Wohnungshaltung ohne Gartenanschluss. Sie sucht ein Heim mit geregelten Tagesablauf der ihr helfen wird sich im neuen Leben zurecht zu finden und ohne Kindertrubel. Ein naturnahes Plätzchen mit nicht gar so vielen Treppenstufen, denn kleine Beinchen müssen viel mehr Schritte tun als große. Und wenn es irgendwann soweit ist, selbstverständlich mit Sofaplatzgarantie ganz nah bei ihren beschützenden Menschen. Wo ist diese wundervolle Familie mit ausreichend Zeit und Einfühlungsvermögen, die diesem armen Schätzchen das erste Mal und endlich, die Sonnenseite im Leben zeigt?


Kontakt:

Jeannette Bech

Email: Jeannette.Bech@hunde-ohne-lobby.de

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